Identifikation |
| Signatur: | A 53, S Nr. 182 |
|
Form-/Inhaltsangaben |
| Titel: | Heinrich, Graf zu Stolberg auf Hohnstein, ab 1601 die Brüder Wolf Ernst, Johann und Heinrich sowie die Brüder Ludwig Georg und Christoff, alle Grafen zu Stolberg
Adam von Ebra, Herr auf Bielen bei Nordhausen, Christian, Kurfürst von Sachsen, ab 1592 Friedrich Wilhelm, Herzog von Sachsen, als kursächsischer Administrator, zusammen mit Johann Georg, Kurfürst von Brandenburg, als Vormund der Kinder des verst. Kurfürsten Christian von Sachsen, ab 1599 Elisabeth, geb. von Pentze, Witwe des Adam von Ebra auf Bielen, ab 1602 Christian II., Kurfürst von Sachsen |
| Enthält/ Darin: | Enthält: appellationis
Wegen Ehebruchs wurde Adam von Ebra, Lehnmann des Grafen Heinrich zu Stolberg, vor dessen peinliches Gericht in Neustadt unterm Hohnstein zitiert. Statt zu erscheinen, klagte Adam von Ebra vor dem kursächsischen Oberhofgericht gegen diese Zitation, obwohl Hohnstein kein gräflich stolbergisches Lehen der Kurfürsten von Sachsen war und unter Mißachtung der Reichsunmittelbarkeit der Grafen zu Stolberg. Außerdem war nach Reichsrecht in peinlichen Sachen keine Appellation gestattet. Nach Bekanntgabe der kursächsischen Insinuation wandte sich Graf Heinrich zu Stolberg zur Wahrung seiner landesherrlichen Rechte an das RKG. Kursachsen beharrte auf seiner Position der nächst höheren Gerichtsbarkeit auch in dieser Sache, weil zwar nicht in Hohnstein, so aber doch in großen stolbergischen Territorien das Kurhaus Sachsen oberster Lehnsherr sei und damit die Grafen zu Stolberg zu ihren Lehnsleuten und damit als untertan zählten.
|
| Laufzeit/Datum (detailliert): | 1590 - 1608 |
| Umfang: | 4 cm |
|
Kontext |
| Provenienzstelle: | Reichskammergericht |
| Registratur-Signatur: | S 8510 |
|
| |
URL for this unit of description |
| URL: | https://recherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de/Query/detail.aspx?ID=3146566 |
| |