F 90 Bergbehörde Staßfurt, 1917-1968 (Bestand)[Location: Wernigerode]

Archive plan context


Identifikation

Signatur:F 90
Benutzungsort:Wernigerode

Form-/Inhaltsangaben

Titel:Bergbehörde Staßfurt
Laufzeit/Datum (detailliert):(1917 -) 1933 - 1968
Laufmeter:8.30
Findhilfsmittel:Findbuch (online recherchierbar)
Registraturbildner:Aufgrund des Befehls Nr. 63 des Obersten Chefs der Sowjetischen Militäradministration traten am 1. Oktober 1946 an Stelle der Bergämter die Technischen Bergbauinspektionen in Kraft.

Aus dem im Jahre 1943 gebildeten Bergamt Magdeburg (ab 1. Juli 1945 Bergamt Staßfurt) entstand die Technische Bergbauinspektion Staßfurt als untere Bergbehörde, die der Zentralbergbauinspektion Berlin bei der Deutschen Zentralverwaltung der Brennstoffindustrie in der Sowjetischen Besatzungszone direkt unterstand.

Die Technischen Bergbauinspektionen hatten die Führung von Sicherheitskontrollen über die im Zuständigkeitsbereich belegenen Bergbaubetriebe zur Aufgabe. Diese umfassten die technischen und sicherheitstechnischen Einrichtungen, die Gefahrenbekämpfung, den Lagerstätten- und Oberflächenschutz.
Als zuständige Mittelbehörde trat an Stelle der Zentralbergbauinspektion in Berlin die "Technische Bergbauinspektion Berlin" (Abt. IV der Deutschen Zentralverwaltung der Brennstoffindustrie als Oberbehörde) in Kraft.

Mit dem rechtskräftigen Erlass (1. Januar 1947) des "Statuts der Technischen Bergbauinspektionen" durch den Präsidenten der Deutschen Zentralverwaltung der Brennstoffindustrie, Sobottka, wurde aus der Technischen Bergbauinspektion die Technische Bezirks-Bergbauinspektion Staßfurt.
Der Bezirk der Technischen Bezirks-Bergbauinspektion Staßfurt umfasste vom 1. Januar 1947 an das Gebiet des bisherigen Bergamtes Magdeburg. Zusätzlich übernahm die Behörde ab Dezember 1945 die Bergaufsicht für den russisch besetzten Teil des Oberbergamtes Clausthal.
Als Leiter wurde Dr. Ernst Fulda ernannt.

Mit Beschluss des Ministerrates vom 27. August 1959 über die Bildung der Obersten Bergbehörde der DDR wurde mit Wirkung zum 1. Juli 1960 die Bergbehörden errichtet. Aus der Technischen Bezirks-Bergbauinspektion Staßfurt enstand nunmehr die Bergbehörde Staßfurt, die bis 1990 ihre Tätigkeit ausübte.

Die Bergbehörde Staßfurt unterstand der Obersten Bergbehörde mit Sitz in Leipzig, die aus der Technischen Bergbauinspektion der DDR in Berlin hervorging und führte die Aufsicht über die Bergbaubetriebe der damaligen Bezirke Rostock, Schwerin, Neubrandenburg, Potsdam und Magdeburg. Die Bergaufsicht richtete sich insbesondere auf Baustoffbetriebe und keramische Industrie, auf aufgelassene Bergwerksanlagen, auf Halden und Restlöcher bei betriebenen und stillgelegten Betrieben, auf Zustimmung oder Stellungnahme zu Bauvorhaben in Bergbauschutzgebieten sowie auf Mitarbeit in den Bezirks- und Kreiskatastrohenkommissionen. Sachlich war die Bergbehörde Staßfurt verantwortlich für die Einhaltung der Bergaufsichtsbestimmungen in allen Betrieben der DDR zur Erkundung und Förderung von Erdöl und Erdgas, zur geologischen Forschung und Erkundung und zur behälterlosen unterirdischen Speicherung von Gas.
Bestandsinformationen:Im Oktober 1961 (Zug. 49/61) und Oktober 1963 (Zug. 53/63) gelangten ca. 5,8 lfm gebundene Akten und Stehordner in das damalige Landesarchiv Magdeburg. Die Akten waren in einem von der Bergbehörde Staßfurt erstellten Ablieferungsverzeichnis erfasst. Da beim Registraturbildner vor der Aktenübergabe keine Bewertung erfolgte, wurde zunächst mit der listenmäßigen Neuerfassung der einzelnen Akteneinheiten unter Angabe des Aktenzeichens, des Titels und der Laufzeit begonnen. Nach der Bewertung wurden die archivwürdigen Akteneinheiten vorerst dem Bestand F 48 Nachtrag Berginspektion Staßfurt zugeordnet.
1975 erfolgten intensive Bestands- und Verzeichnungsarbeiten. Im Zuge dessen wurden die Akten der Provenienz Technische Bezirks-Bergbauinspektion/Bergbehörde Staßfurt herausgelöst und der Bestand F 90 gebildet. Sämtliche, dem Bestand zugeordente Archivalien wurden inhaltlich erschlossen und mit einer Signatur versehen.
Die Gliederung der dabei erstellten Findkartei erfolgte vermutlich in Anlehnung des in der Bergbehörde vorhandenen Aktenplans erstellt.

1997 erfolgte durch das Thüringische Hauptstaatsarchiv Weimar eine Übergabe von ca. 3,5 lfm Archivgut der Ablieferungsprovenienz "Bergbehörde Erfurt" an das damalige Landeshauptarchiv Magdeburg. Darunter befanden sich einige Archivalien der Bergbehörde Staßfurt, die verzeichnet und in den Bestand eingearbeitet wurden.

Die Retrokonversion der Findkartei fand im März 2017 statt. Im Zuge dessen wurden die Aktentitel und Laufzeiten der Archivalien geprüft, vereinzelt neue Aktentitel gebildet bzw. erweiterte Inhalte erfasst. Die in den 1970er Jahren begonnene Gliederung der Findkartei wurde zum Teil überarbeitet, ergänzt und nach Abschluss ein neues Findbuch erstellt.
 

Related units of description

Related units of description:siehe auch:
F 71 Bergrevier Halberstadt, 1674-1940 (Bestand)

siehe auch (GR):
F 89, 09.05.02. VEB Kaliwerk Bernburg, 1958-1965 (Gliederungsgruppe)
 

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URL:https://recherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de/Query/detail.aspx?ID=5660
 
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