F 89 Bergbehörde Halle, 1858-1969 (Bestand)[Location: Wernigerode]

Archive plan context


Identifikation

Signatur:F 89
Benutzungsort:Wernigerode

Form-/Inhaltsangaben

Hinweis:Der Bestand enthält Archivgut, das personenbezogenen Schutzfristen gemäß § 10 Abs. 3 Satz 2 ArchG LSA unterliegt und bis zu deren Ablauf nur im Wege einer Schutzfristenverkürzung gemäß § 10 Abs. 4 Satz 2 ArchG LSA oder eines Informationszuganges gemäß § 10 Abs. 4a ArchG LSA zugänglich ist.
Titel:Bergbehörde Halle
Laufzeit/Datum (detailliert):(1858 -) 1901 - 1969
Laufmeter:27.00
Findhilfsmittel:Findbuch (online recherchierbar)
Registraturbildner:Aufgrund des Befehls Nr. 63 des Obersten Chefs der Sowjetischen Militäradministration traten am 1. Oktober 1946 an Stelle der Bergämter die Technischen Bergbauinspektionen in Kraft.
Aus dem im Jahre 1943 gebildeten Bergamt Halle (zuvor Bergrevier Halle) entstand die Technische Bergbauinspektion Halle als untere Bergbehörde, die der Zentralbergbauinspektion Berlin bei der Deutschen Zentralverwaltung der Brennstoffindustrie in der Sowjetischen Besatzungszone direkt unterstand.

Die Technischen Bergbauinspektionen hatten die Führung von Sicherheitskontrollen über die im Zuständigkeitsbereich belegenen Bergbaubetriebe zur Aufgabe. Diese umfassten die technischen und sicherheitstechnischen Einrichtungen, die Gefahrenbekämpfung, den Lagerstätten- und Oberflächenschutz.
Als zuständige Mittelbehörde trat an Stelle der Zentralbergbauinspektion in Berlin die "Technische Bergbauinspektion Berlin" (Abt. IV der Deutschen Zentralverwaltung der Brennstoffindustrie als Oberbehörde) in Kraft.

Mit dem rechtskräftigen Erlass (1. Januar 1947) des "Statuts der Technischen Bergbauinspektionen" durch den Präsidenten der Deutschen Zentralverwaltung der Brennstoffindustrie, Sobottka, wurde aus der Technischen Bergbauinspektion die Technische Bezirks-Bergbauinspektion Halle.
Der Bezirk der Technischen Bezirks-Bergbauinspektion Halle umfasste das Gebiet des bisherigen Bergamtes Halle, den Braunkohlenbezirk Oberröblingen sowie die Steinkohlen-, Kalisalz- und Erzbergwerke sowie Salinen aus dem Bezirk der zum 31. Dezember 1946 aufgelösten Bergbauinspektionen Eisleben und Naumburg.
Als Leiter der Behörde wurde Dietrich von Rohrscheidt ernannt.

Mit Beschluss des Ministerrates vom 27. August 1959 über die Bildung der Obersten Bergbehörde der DDR wurde mit Wirkung zum 1. Juli 1960 die Bergbehörden errichtet. Aus der Technischen Bezirks-Bergbauinspektion Halle enstand die Bergbehörde Halle, die bis 1990 ihre Tätigkeit ausübte.

Die Bergbehörde Halle unterstand nunmehr der Obersten Bergbehörde mit Sitz in Leipzig, die aus der Technischen Bergbauinspektion der DDR in Berlin hervorging und für die Bergbaubetriebe des damaligen Bezirkes Halle ausschließlich der Kreise Zeitz und Höhenmölsen zuständig war.
Bestandsinformationen:Am 1. September 1967 (Zug. 24/67) und 20. Oktober 1967 (Zug. 32/67) gelangten ca. 67 lfm Akten von der Bergbehörde Halle in das heutige Landesarchiv Sachsen-Anhalt. Die Akten waren teilweise mittels eines Abgabeverzeichnisses erfasst.
Im Jahre 1975 erfolgte die Bildung einer Arbeitsgruppe, die die Verbesserung des Erschließungszustands der Ablieferungsgemeinschaft vornahm.
Da die Überlieferung des umfangreichen Bestandes der Bergbehörde Halle vor Übernahme einer fachlichen Bewertung nicht unterzogen wurde, war hier eine intensive Bearbeitung erforderlich.
Zunächst wurden alle Akten bewertet, die für archivwürdig befundenen Archivalien inhaltlich erschlossen und mit einer Signatur versehen. Dabei wurden die Registaturbildner nebst deren Vorgänger erfasst.
Die nach 1945 in der Bergbehörde Halle angelegten und zum überwiegenden Teil in Stehordnern eingeheften Schriftstücke wurden diesen entnommen, neue Akten formiert und ebenfalls verzeichnet.
Die Ordnung der Findkartei erstreckte sich zunächst auf die einzeln ermittelten Registraturbildner, darunter zum Teil nach Sachbetreffen und Gruben.
Bis Anfang der 1980er Jahre erfolgte dann die Zuordnung und Einarbeitung der Archivalien mit Vorprovenienzen in die entsprechenden Beständeüberlieferungen, z.B. F 38 Oberbergamt Halle, F 81 Bergrevier Naumburg, F 82 Bergrevier Eisleben etc. nebst der Erstellung von Konkordanzlisten. Die Einarbeitung erfolgte jedoch nur dann, wenn die Laufzeit der Archivale vor Beginn der Existenz der Technischen Bergbauinspektion Halle endete. Akteneinheiten, die darüber hinaus fortgeführt wurden, verblieben im Bestand. Die Gliederung der Findkartei wurde dann vermutlich in Anlehnung eines in der Bergbehörde Halle gültigen Aktenplanes angepasst, was nicht belegt werden konnte.

1997 erfolgte durch das Thüringische Hauptstaatsarchiv Weimar eine Übergabe von ca. 3,5 lfm Archivgut der Ablieferungsprovenienz "Bergbehörde Erfurt" an das damalige Landeshauptarchiv Magdeburg. Darunter befanden sich zahlreiche Archivalien der Bergbehörde Halle, die verzeichnet und in den Bestand eingearbeitet wurden.

Die Retrokonversion der Findkartei fand von Januar bis Februar 2017 statt. Im Zuge dessen wurden die Aktentitel und Laufzeiten der Archivalien geprüft, vereinzelt neue Aktentitel gebildet bzw. erweiterte Inhalte erfasst. Die in den 1970er Jahren begonnene Gliederung der Findkartei wurde zum Teil überarbeitet, ergänzt und nach Abschluss ein neues Findbuch erstellt.
 

Related units of description

Related units of description:siehe auch:
F 22 Oberbergamt Halle. Spezialia: Saline Artern (mit Braunkohlenbergwerk Voigtstedt), 1580-1933 (Bestand)

siehe auch:
F 71 Bergrevier Halberstadt, 1674-1940 (Bestand)

siehe auch:
F 81 Bergrevier Naumburg, 1857-1948 (Bestand)

siehe auch:
F 82 Bergrevier Eisleben, 1750-1952 (Bestand)

siehe auch (GR):
F 80 Bergrevier Halle, 1849-1949 (Bestand)
 

URL for this unit of description

URL:https://recherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de/Query/detail.aspx?ID=5661
 
Home|Login|de en fr
Landesarchiv Sachsen-Anhalt :: Online research