Identifikation |
| Signatur: | A 53, H Nr. 116 |
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Form-/Inhaltsangaben |
| Titel: | Stift St. Martin zu Heiligenstadt
Hans vom Hagen, Herr zu Bleicherode und auf Rüdigershagen |
| Enthält/ Darin: | Enthält: mandati sine clausula
Auf Weisung seiner Lehnsherren, der Herzöge Wolfgang von Braunschweig-Lüneburg-Grubenhagen und Heinrich Julius von Braunschweig-Lüneburg-Wolfenbüttel, entzog Hans vom Hagen in Rüdigershagen den Jesuiten von Deuna die Einkünfte der Pfarrei von Rüdigershagen. Diese Einkünfte erhielt jetzt der vom Herzog Heinrich Julius bestätigte und von den Jesuiten unabhängige protestantische Pfarrer. Damit brachte das Martinsstift zu Heiligenstadt, zu dem die Jesuiten von Deuna gehörten, in ursächliche Verbindung, daß auf Basis eines 20jährigen Nutzungsvertrages zwischen der Stadt Göttingen und dem Martinsstift die Göttinger Abgaben an das Stift zu leisten waren, diese aber ab 1595 nicht mehr eintrafen; Hans vom Hagen hatte damit aber nichts zu schaffen. Die Jesuiten erkannten nicht, daß es sich hier um eine Auseinandersetzung zwischen dem Herzog von Braunschweig-Lüneburg-Wolfenbüttel, zu dem Zeitpunkt postulierter Bischof von Halberstadt, und dem Erzbischof von Mainz handelte, wobei der Wolfenbütteler Herzog die Unterstützung seines Verwandten aus der Linie Grubenhagen genoß. |
| Laufzeit/Datum (detailliert): | 1590 - 1599 |
| Umfang: | 4 cm |
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Kontext |
| Provenienzstelle: | Reichskammergericht |
| Registratur-Signatur: | H 2607 |
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URL for this unit of description |
| URL: | https://recherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de/Query/detail.aspx?ID=3160439 |
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