P 517 Merseburg SED-Kreisleitung Merseburg, 1945-1989 (Bestand)[Location: Magdeburg]

Archive plan context


Identifikation

Signatur:P 517 Merseburg
Benutzungsort:Magdeburg

Form-/Inhaltsangaben

Hinweis:Der Bestand enthält Archivgut, das personenbezogenen Schutzfristen gemäß § 10 Abs. 3 Satz 2 ArchG LSA unterliegt und bis zu deren Ablauf nur im Wege einer Schutzfristenverkürzung gemäß § 10 Abs. 4 Satz 2 ArchG LSA oder eines Informationszuganges gemäß § 10 Abs. 4a ArchG LSA zugänglich ist.
Titel:SED-Kreisleitung Merseburg
Laufzeit/Datum (detailliert):(1945) 1946 - 1989
Laufmeter:30.10
Findhilfsmittel:Findbuch (online recherchierbar)
Registraturbildner:Am 15. Apr. 1946 wurde auf dem Vereinigungsparteitag die Vereinigung von KPD und SPD zur SED im Landkreis Merseburg vollzogen. In dieser Zeit bestanden im Landkreis rund 120 Ortsgruppen und 31 Betriebsgruppen. An der Spitze der Kreisparteiorganisation stand der Kreisvorstand, der über 20 (später 24) Mitglieder sowie über ein Sekretariat verfügte. Kreisvorsitzende waren im Laufe der Zeit Max Bergner (bis Anfang 1949), Walter Rank (bis Aug. 1949), Karl Kämmer (bis Sept. 1948) und Martin Scholz (ab Nov. 1948). Im Zuge der Verwaltungsreform von Mitte 1950 wurde der Kreisvorstand durch die neue Kreisleitung abgelöst, die fortan an der Spitze der Kreisparteiorganisation stand. Das Sekretariat der Kreisleitung wurde Anfang 1954 entlastet und durch ein Büro ersetzt, dem stets die beiden Kreissekretäre angehörten. Weitere Büromitglieder waren die Sekretäre für Wirtschaft, für Landwirtschaft sowie für Agitation und Propaganda, der Vorsitzende des Rates des Kreises (ab 1962 zudem noch zwei seiner Stellvertreter), der Vorsitzende der Kreisparteikontrollkommission, ab 1956 die Vorsitzenden des FDGB-Kreisvorstandes und der Kreisplankommission, der Sekretär einer Betriebsparteiorganisation und der Leiter der Kreisdienststelle des MfS, später auch die Leiter zweier LPG bzw. die Sekretäre von 5 MTS-Bereichen. Im Zuge der in Umsetzung des Politbürobeschlusses vom 26. Februar 1963 über "Die Organisierung der Parteiarbeit nach dem Produktionsprinzip" erfolgten Entlastung des Büros von seiner Funktion im März 1963 wurden die Ideologische Kommission sowie die Büros für Industrie und Bauwesen und für Landwirtschaft gebildet, deren Leiter neben dem 1. und 2. Sekretär Mitglieder des neugebildeten Sekretariats waren. Von Mitte 1963 bis Anfang 1967 fungierte kein so genannter 2. Sekretär, stattdessen wurde der Sekretär für Organisation und Kader (bzw. Parteiorgane) Sekretariatsmitglied. Ab Mitte der 60er Jahre bis 1989 gehörten dem Sekretariat der 1. Sekretär, der 2. Sekretär (ab 1967), die Sekretäre für Agitation und Propaganda, für Wirtschaftspolitik und für Landwirtschaftspolitik, der Kreislandwirtschaftsrat (bis 1976), der 1. Sekretär der FDJ-Kreisleitung sowie die Vorsitzenden des Rates des Kreises, der Kreisparteikontrollkommission, der Kreisplankommission und des FDGB-Kreisvorstandes an. Die Zahl der Mitglieder und Kandidaten der Kreisleitung betrug anfangs 25/8, in den 50er und 60er Jahren 60 bzw. 61/15, ab 1976 dann 65/15 bzw. 16. Auf der Kreisleitungssitzung vom 12./13. Nov. 1989 trat das Sekretariat geschlossen zurück, die Funktionen wurden neu besetzt. Anfang 1986 gab es in der Kreisparteiorganisation Merseburg ca. 13.300 Mitglieder und Kandidaten der SED, die in 575 Parteigruppen, 133 Abteilungsparteiorganisationen und 272 Grundorganisationen ohne APO organisiert waren. Wichtige Grundorganisationen waren u. a. VEB Mineralölwerk Lützkendorf, VEB Zellstoff- und Papierfabrik Merseburg, VEB Aluminiumfolie Merseburg, VEB Industriemontagen Merseburg, LPG Schafstädt und das Braunkohlenwerk Geiseltal.
Bestandsinformationen:Die Verzeichnungsangaben der im SED-Bezirksparteiarchiv Halle erarbeiteten Findkartei zum Bestand wurden im Wesentlichen unverändert übernommen. Es erfolgte lediglich die Korrektur offensichtlicher Fehler, die Vereinheitlichung der Schreibweise und die Auflösung von Abkürzungen. Die für die Sekretariatssitzungsprotokolle teilweise vorliegenden Stichwortkarteien, in denen die wesentlichen Tagesordnungspunkte der Beratungen erfasst sind, wurde in Form von Enthält-Vermerken zu den einzelnen Akten übernommen.
Die in den SED-Bezirksparteiarchiven übliche Einteilung der Bestände in Zeitschichten, die sich an den stattgefundenen Parteitagen orientierte, wurde aufgehoben und die Akten in einer sachthematischen Gliederung zusammengeführt. Anschließend wurden die komplexen Signaturen des Bezirksparteiarchivs durch eine fortlaufende Nummer ersetzt.
Zusatzinformationen:1. Sekretäre:
Martin Scholz (Aug. 1949 - März 1951); Kurt Wagner (? - Jan. 1952); Robert Krawczinski (Jan. 1952 - Jan. 1954); Rudolf Ulbrich (Jan. 1954 - Aug. 1956); Franz Fischer (Aug. 1956 - Juni 1962); Gustav Waschkowitz (Juni 1962 - Jan. 1984); Manfred Sachs (Jan. 1984 - Nov. 1989); Günter Meschkat (ab Nov. 1989).
2. Sekretäre:
Karl Pilger (Aug. 1949 - Apr. 1950); Kaiser (Apr. 1950); Henschke (Apr. 1950 - mind. Juni 1950); Alfred Scarabis (Jan. 1951 - Jan. 1952); Robert Krawczinski (Jan. 1952); Kurt Hennig (Jan. 1952 - Jan. 1953); Erika Rausch (Jan. 1953 - Jan. 1954); Wilhelm Rachwall (Jan. 1954 - März 1955); Franz Fischer (März 1955 - Aug. 1956); Max Schwitalla (Aug. 1956 - Mai 1958); Wilhelm Böhme (Mai 1958 - Febr. 1959); Johannes Rienäcker (Febr. 1959 - Sept. 1960); Robert Benesch (Sept. 1960 - Juli oder Aug. 1963; Jan. 1967 - Febr. 1976); Karl-Heinz Schirmer (Febr. 1976 - Juni 1980); Manfred Sachs (Juni 1980 - Jan. 1984); Horst Heyder (Jan. 1984 - Nov. 1989); Peter Hempel (ab Nov. 1989).
 

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