I 451 Alfred-Freyberg-Stiftung / Anhaltische Serum-Institut GmbH, 1909-1954 (Bestand)[Location: Dessau]

Archive plan context

 

Information on identification

Ref. code:I 451
Benutzungsort:Dessau
 

Form-/Inhaltsangaben

Hinweis:Der Bestand enthält Archivgut, das personenbezogenen Schutzfristen gemäß § 10 Abs. 3 Satz 2 ArchG LSA unterliegt und bis zu deren Ablauf nur im Wege einer Schutzfristenverkürzung gemäß § 10 Abs. 4 Satz 2 ArchG LSA oder eines Informationszuganges gemäß § 10 Abs. 4a ArchG LSA zugänglich ist.
Title:Alfred-Freyberg-Stiftung / Anhaltische Serum-Institut GmbH
Period/Date (detailed):1909 - 1954
Findbuch (PDF):siehe unten unter »Dateien«
Running meters:5.80
Finding aids:Findbuch 2014 (online recherchierbar)
Registraturbildner:Die Alfred-Freyberg-Stiftung wurde mit Genehmigung des Anhaltischen Staatsministeriums am 1. Mai 1938 gegründet (Amtsblatt für Anhalt 1938, Nr. 34). Die Stiftung mit Sitz in Dessau war ein Zusammenschluss folgender Stiftungsgesellschaften: Anhaltische Serum-Institut GmbH in Dessau, Perleberger Impfstoffwerk GmbH in Berlin, Ostpreußische Serumwerk GmbH in Königsberg, Getak - Institut für Schädlingsbekämpfung und Desinfektion GmbH in Berlin und Dr. Herbig & Co. GmbH in Hannover. Ihre Aufgabe bestand laut Satzung in der uneigennützigen Förderung der Gesundheitsfürsorge von Mensch und Tier sowie der Schädlingsbekämpfung in enger Zusammenarbeit mit dem Hygienischen Institut für Anhalt in Dessau und mit anderen ähnliche Zwecke verfolgenden Anstalten. Die Erforschung und Herstellung von Seren und Impfstoffen sollte keinen gewinnorientierten Finanzinteressen mehr untergeordnet sein. Ehrenamtlich tätige Organe der Stiftung waren der Stiftungsführer, der die Einhaltung des in der Satzung festgelegten Stiftungszwecks überwachte, und der von ihm berufene Stiftungsbeirat, dem u.a. zwei Leiter des Hygienischen Instituts für Anhalt angehörten. Der Stiftungsbeirat hatte eine beratende Tätigkeit des Stiftungsführers inne. Als Stiftungsführer war satzungsgemäß der ehemalige Anhaltische Ministerpräsident Alfred Freyberg festgelegt.
Im Zweiten Weltkrieg kamen zu den Stiftungsgesellschaften einige Tochterunternehmen hinzu, u.a. das größte polnische Serum- und Heilmittel-Unternehmen Mag. Klawe AG in Warschau, das nach der Übernahme durch das Anhaltische Serum-Institut die Bezeichnung Asid Serum-Institut A.G. Warschau führte und bei der Belieferung der Wehrmacht mit Seren und Impfstoffen mit einbezogen wurde. Am 26. August 1942 erfolgte die Umbenennung der Stiftung in "Alfred Freyberg-Stiftung - Anhaltisches Gesundheitswerk". (Amtsblatt für Anhalt 1942, Nr. 45). Als Stiftungsgesellschaften waren in der Neufassung der Satzung die Asid-Serum-Institute Dessau-Roßlau, Königsberg und Wien sowie die Tochtergesellschaften genannt.
Die Stiftung wurde durch einen Kabinettsbeschluss der Landesregierung Sachsen-Anhalts vom 24. Juli 1948 aufgelöst. Das vorhandene Vermögen wurde demnach auf die beiden Hauptinstitute der Stiftung, die Asid-Serum-Institut GmbH in Dessau und ihre Zweigniederlassung in Berlin, übertragen.
Bestandsinformationen:1952 übergab die Stadt Leipzig ein Aktenkonvolut aus dem Besitz des früheren Oberbürgermeisters von Leipzig, Alfred Freyberg, an das Landesarchiv Oranienbaum, später Abteilung Dessau des Landeshauptarchivs Sachsen-Anhalt. Es handelte sich um Akten, die in seiner Eigenschaft als "Stiftungsführer" der nach ihm benannten Einrichtung enstanden waren.
Mit der Übernahme der Firmenüberlieferung des ehemaligen VEB Impfstoffwerk Dessau-Tornau im Jahre 2011 kamen weitere Akten aus der Zeit vor 1948 (Zeitpunkt der Verstaatlichung), einige Karten und Pläne sowie Fotografien hinzu.
Aus beiden Teilen wurde ein neuer Bestand "Alfred-Freyberg-Stiftung / Anhaltische Serum-Institut GmbH" formiert.
 

Related units of description

Related units of description:I 440 VEB Impfstoffwerk Dessau, 1945-1998 (Bestand)
 

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URL:http://recherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de/Query/detail.aspx?ID=1980567
 
 
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