I 440 VEB Impfstoffwerk Dessau, 1945-1998 (Bestand)[Location: Dessau]

Archive plan context

 

Information on identification

Ref. code:I 440
Benutzungsort:Dessau
 

Form-/Inhaltsangaben

Hinweis:Der Bestand enthält Archivgut, das Schutzfristen gemäß § 10 Abs. 3 ArchG LSA unterliegt und bis zu deren Ablauf nur im Wege einer Schutzfristenverkürzung gemäß § 10 Abs. 4 ArchG LSA oder eines Informationszuganges gemäß § 10 Abs. 4a ArchG LSA zugänglich ist.
Title:VEB Impfstoffwerk Dessau
Period/Date (detailed):1945 - 1998
Running meters:151.20
Finding aids:Findbuch 2016 (online recherchierbar)
Registraturbildner:Das ASID (Anhaltisches Serum-Institut Dessau GmbH, vormals Alfred-Freyberg-Stiftung) wurde 1948 der Vereinigung der Volkseigenen Betriebe im Bereich Pharma unterstellt und am 1.1.1951 in VEB Serum-Werk Dessau umbenannt. Der Betrieb war nach dem Krieg ein wichtiger Betrieb zur Impfstoff- und Arzneimittelbereitstellung für Veterinär- und Humanimpfstoffe. Zum 1.1.1953 erfolgte nach einem Beschluss des Ministerrats der DDR die direkte Zuordnung zum Ministerium für Land- und Forstwirtschaft.
Durch die Neugründung am 1.1.1954 als "Institut für Impfstoffe Dessau" orientierte man sich verstärkt auf die wissenschaftliche Forschung. Nach der Amtszeit von Prof. Hubert Möhlmann (1913-1991) wurde ab Januar 1973 Prof. Wilfried Heinicke (1923-2004) neuer Institutsdirektor.
Die verstärkt ab Mitte 1979 wirksam werdenden Strukturänderungen in der Volkswirtschaft der DDR wirkten sich auch auf das Institut für Impfstoffe Dessau aus, dass zu dieser Zeit ca. 1500 Mitarbeiter beschäftigte. Für die veterinärmedizinische Impfstoffproduktion war die Kombinatsbildung zunächst nicht gedacht gewesen. Durch die Beschlüsse des Sekretariats des ZK der SED und des Präsidiums des Ministerrates wurde zum 1.1.1985 die Gründung des VEB Kombinats Veterinärimpfstoffe Dessau (KOVID) beschlossen, welches unmittelbar dem DDR-Landwirtschaftsministerium unterstellt war. Der Kombinatsbetrieb bestand aus drei Einrichtungen: dem Impfstoffwerk Dessau-Tornau mit seinem als Forschungszentrum in den Stammbetrieb integrierten Institut für Impfstoffe Dessau sowie dem Tornauer Werk (damals noch im Bau befindlich); dem VEB Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems, einem Kombinatsbetrieb mit schwerpunktmäßiger Produktion von Impfstoffen gegen Viruserkrankungen von Tieren – und dem volkseigenen Gut Seehausen/Plaußig.
Im Zuge des politischen Umbruchs der Jahre 1989/90 traten für das Impfstoffwerk Dessau-Tornau einschneidende Änderungen ein, welche zu einem Strukturumbruch führten. Der Generaldirektor Dr. Volker Bange beantragte die Entflechtung des Kombinats und die Unterstellung der drei Betriebe, aus denen das Kombinat 1985 gebildet worden war. Aufgrund eines Ministerratsbeschluss wurde das Kombinat noch im März 1990 aufgelöst, wobei die drei einzelnen Einrichtungen zum 1.4.1990 der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zugewiesen wurden. Da sich abzeichnete, dass das Impfstoffwerk keine so umfassende Forschung finanzieren konnte, folgte man dem Vorschlag, den gesamten Forschungsbereich auszugliedern und das Tornauer Impfstoffwerk selbständig fortzuführen. Am 24.7.1990 erfolgte die Eintragung des Impfstoffwerks Dessau-Tornau ins Handelsregister als GmbH im Aufbau.
Zusatzinformationen:Die Datenerfassung erfolgte auf der Grundlage der Ablieferungsverzeichnisse und entspricht nicht den archivischen Anforderungen an eine Erschließung. Bei der Bestellung von Akten ist ein zeitlicher Vorlauf zu berücksichtigen, da die Akten zur Benutzung vorbereitet werden müssen.
 

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Related units of description:I 451 Alfred-Freyberg-Stiftung / Anhaltische Serum-Institut GmbH, 1909-1954 (Bestand)
 

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URL:http://recherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de/Query/detail.aspx?ID=1472292
 
 
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