02.06.01. Regierung Merseburg (Tektonikgruppe (Endstufe))

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Ref. code:02.06.01.

Form-/Inhaltsangaben

Title:Regierung Merseburg
Registraturbildner:Die Regierung Merseburg begann ihre Tätigkeit wie die Regierungen in Erfurt und Magdeburg am 1. April 1816. Die Regierungen waren die wichtigsten Behörden der inneren Verwaltung in den nach 1815 gebildeten Provinzen des preußischen Staates. Der Regierungsbezirk Merseburg in der preußischen Provinz Sachsen umschloß den größten Teil der 1815 von Sachsen an Preußen abgetretenen Gebiete einschließlich der ehemaligen Bistümer Merseburg und Naumburg-Zeitz, des Fürstentums Querfurt, des sächsischen Anteils von Mansfeld, der Grafschaften Stolberg-Stolberg und Stolberg-Roßla, die vorher schwarzburgischen Ämter Kelbra und Heringen, von den vorübergehend zum Königreich Westfalen gehörenden preußischen Gebieten den Saalkreis, den vormals preußischen Anteil von Mansfeld und das halberstädtische Amt Ermsleben. Der Regierungsbezirk Merseburg war bei seiner Gründung in 17 landrätliche Kreise eingeteilt, deren Einteilung mehrfach verändert wurde.
Der Regierungspräsident unterlag der allgemeinen Dienstaufsich der preußischen Innen- und Finanzminister. Die einzelnen Fachgebiete unterstanden den jeweiligen Ressortministern. Der Oberpräsident der Provinz verfügte über Informations- und allgemeine Aufsichtsrechte. Ab 1933 wurden dessen Aufsichts- und Weisungsrechte gegenüber den Regierungspräsidenten erweitert. Organe der Regierung waren die Landräte, die Oberbürgermeister kreisfreier Städte, die Polizeipräsidenten, die Amtsvorsteher und eine Reihe von Fachbehörden.
Die Aufgaben der Regierung wurde vom Regierundspräsidenten mit der Präsidialabteilung und in den Abteilungen für Kirchen und Schulen sowie für Direkte Steuern, Domänen und Forsten bearbeitet. Der Regierungspräsident war die Landespolizeibehörde des Regierungsbezirkes. Dessen Präsidialabteilung war zuständig für politische Polizeiangelegenheiten, aber auch für den Bereich der Sicherheits-, Ordnungs- und Verwaltungspolizei. Der Regierung angegliedert war ab 1875 der Bezirksrat, später Bezirksausschuß. Weitere Zuständigkeiten folgten.
1944 wurde die Provinz Sachsen als staatliche Verwaltungseinheit aufgelöst. Für die nun entstandene Provinz Halle-Merseburg wurde der Regierungspräsident in Merseburg der allgemeine Vertreter des Oberpräsidenten, der sich zur Wahrnehmung seiner Aufgaben der Regierung Merseburg bediente. Am 16. Juli 1945 konnte die Behörde wieder in eine Bezirksverwaltung, geleitet von einem Bezirkspräsidenten, umgewandelt werden (siehe Bestand K 12 Bezirksverwaltung Merseburg).
Bestandsinformationen:Der größte Teil der Akten wurde erst nach der Auflösung der Bezirksverwaltungen von Merseburg und Magdeburg zwischen 1947 und 1949 vom Staatsarchiv Magdeburg übernommen. Durch Kriegs- und Nachkriegsfolgen kam es bei den Regierungsbeständen, auch dem der Regierung Merseburg, zu teilweise umfangreichen Verlusten. Dies betrifft unter anderem das Schriftgut zu Militärangelegenheiten. Die Aufstellung des Bestandes erfolgte in enger Anlehnung an die überlieferte Registraturordnung. 1994 gelangte der Bestand in das Landesarchiv Merseburg, heute Abteilung Merseburg des Landeshauptarchivs Sachsen-Anhalt.
 

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