I 449 VEB Orbita Weissandt-Gölzau, 1950 (ca.)-1992 (Bestand)[Location: Dessau]

Archive plan context


Information on identification

Ref. code:I 449
Benutzungsort:Dessau

Form-/Inhaltsangaben

Title:VEB Orbita Weissandt-Gölzau
Dimensions W x H (cm):ca. 1950 - 1992
Running meters:0.70
Finding aids:Findbuch 2013 (online recherchierbar)
Registraturbildner:Am 8. August 1963 fasste der Ministerrat der DDR den Beschluss zur Stilllegung des "VEB Kombinat Gölzau", des Schwelwerkes in Weißandt-Gölzau. Die Förderung von Braunkohle unter Tage zum Betrieb des Schwelwerkes war zu teuer geworden. Mit der Schließung des Betriebes wären fast 2000 Arbeitsplätze verschwunden, so dass im Zuge des Aufbaus einer Kunststoffindustrie in der DDR Weißandt-Gölzau als Standort gewählt wurde. Ein weiterer früherer Betriebsteil des Schwelwerkes Gölzau wurde unter dem Namen Sonderanlagenbau Weissandt-Gölzau für die Herstellung von Maschinen für die Filmfabrik Wolfen zuständig (bis 1990 existent).
Am 24. Juli 1964 erfolgte die Grundsteinlegung des neuen Betriebes "VEB Gölzaplast" in unmittelbarer Nähe zum alten Braunkohlenwerk. Der Probebetrieb der Anlagen zur Herstellung von Plasthalbzeugen aus Polyethylen (PE) begann am 14. Dezember 1965. Die Jahreskapazität des Betriebes war für eine Produktion von 10.000 Tonnen PE-Folie und 5.000 Tonnen PE-Rohre ausgerichtet. Unter dem Markennamen „Gölzathen“ wurden Polyethylen- und unter „Gölzalit“ PVC-Produkte (Kalandrierverfahren) in über 60 Länder der Welt exportiert. Durch Zusammenschluss der Werke Gölzau und Eilenburg entstand 1969 der VEB Orbitaplast und in den Folgejahren kamen die Werke Westeregeln, Osternienburg und Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) hinzu. Ab 1966 war der Betrieb auf der Leipziger Messe präsent, seit 1969 im Gemeinschaftsstand mit dem VE Kombinat Chemische Werke BUNA.
Am 1. Januar 1970 schloß sich der VEB Chemische Werke Buna mit dem VEB Orbitaplast (und dem Chemiewerk Greiz-Dölau) zusammen. Das Eilenburger Chemiewerk, dass zum VEB Orbitaplast gehörte, wurde 1974 als eigenständiger Kombinatsbetrieb angegliedert.
Im August 1986 kam es in Weissandt-Gölzau zu einem schweren Großbrand in der PVC-Anlage. Zum 1. Juli 1990 entstand die Gesellschaftsform der Orbitaplast GmbH.
Bestandsinformationen:Im Bestand Schwelwerk Gölzau (F 403) sind auch Akten nach 1965 enthalten, die den VEB Orbita Weissandt-Gölzau betreffen. Der ausgegliederte Bereich VEB Sonderanlagenbau Weissandt-Gölzau wurde zu einem separaten Bestand (I 450) formiert.
 

Related units of description

Related units of description:F 403 Schwelwerk Gölzau, 1874-1988 (Bestand)

I 450 VEB Sonderanlagenbau Weissandt-Gölzau, 1963-1967 (Bestand)
 

URL for this unit of description

URL: http://recherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de/Query/detail.aspx?ID=1737128
 
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