F 52 Bergamt Bottendorf, 1774-1827 (Bestand)[Benutzungsort: Wernigerode]

Archivplan-Kontext

 

Angaben zur Identifikation

Signatur:F 52
Benutzungsort:Wernigerode
 

Form-/Inhaltsangaben

Titel:Bergamt Bottendorf
Laufzeit/Datum (detailliert):1774 - 1827
Laufmeter:0,10
Findhilfsmittel:Findbuch von 1954 (online recherchierbar)
Registraturbildner:Herzog Johann Georg von Sachsen-Weißenfels verkaufte am 17. Oktober 1703 erbliches Eigentum über die in den Ämtern Sangerhausen und Wendelstein belegenen Berg- und Hüttenwerke an den Kammer- und Bergrat Dr. Samuel Friedrich Rappold zu Schwemsal und den Kaufmann Johann Wilhelm Dünckler aus Leipzig.
Bereits am 9. April 1704 erwarb die Witwe Anna Sophia von Einsiedel, geboren Rumohr, jene Berg- und Hüttenwerke von Rappold und Dünckler käuflich, die mittels Lehnbrief durch Herzog Johann von Sachsen-Weißenfels bestätigt wurden.
Am 21. Mai 1732 übertrug Herzog Christian von Sachsen-Weißenfels die Anteile der 1725 verstorbenen Mutter Anna Sophia und des 1730 verstorbenen Bruders Cay Rudolph Haubold von Einsiedel je zur Hälfte auf Johann George und Detlev Heinrich von Einsiedel. Nachdem am 5. März 1746 Detlev Heinrich von Einsiedel verstarb, ging das Bergregal an den Hofmarschall Graf Johann George von Einsiedel erb- und eigentümlich über. Kurfürst Friedrich August II. von Sachsen bestätigte am 13. September 1749 die bereits zu Zeiten des Fürstentums Sachsen-Weißenfels erfolgte Vererbung der Berg- und Hüttenwerke in den Ämtern Sangerhausen und Wendelstein speziell für seinen Hofmarschall.
Dem Hofmarschall und seinen Erben wurde ermöglicht, ein eigenes Bergamt zu unterhalten, welches in Berg- und Hüttensachen Ober- und Erbgerichte administriert. Das gewerkschaftliche Bergamt unterstand mit allen Dingen, die landesherrliche Interessen betrafen, unter der Aufsicht der Bergvogtei Thüringen.
Nach Angliederung an das Königreich Preußen 1815 wurde das Gebiet der Bergvogtei Thüringen zunächst vergrößert. Nachdem ihre Verwaltung für kurze Zeit mit den Justizamt Sangerhausen verbunden war, wurde die Bergvogtei Thüringen bereits im Dezember 1815 dem Oberbergamt Halle unterstellt und 1816 nach Halle verlegt, schließlich jedoch mit Wirkung vom 1. Januar 1827 aufgelöst, deren Abwicklung sich bis März 1827 hinzog.
Mittels oberbergamtlicher Verfügung vom 5. März 1827 wurde die Aufsicht über das Berg- und Hüttenwerk bei Bottendorf direkt dem Oberbergamt Halle untergeordnet.
Bestandsinformationen:Nach Ableben des Bergrichters Johann Friedrich Erasmus Vogel im Jahre 1837, der auch als Bergrichter und Repräsentant des Gräflich Einsiedelchen Bergamts zu Bottendorf fungierte, wurden in seinem Nachlass einige Bottendorfer Akten festgestellt. Das Bergamt zu Eisleben berichtete an das Oberbergamt in Halle über den unverzeichneten Zustand jener Archivalien. Der Bergschreiber Nauwerck in Eisleben nahm die Erschließung jener Akten und Bücher vor und erstellte ein Verzeichnis.
Im Jahre 1840 bestellte der Graf von Einsiedel aus Mückenberg den Bergrichter, Justizrat und Patrimoniallandrichter Carl Cölestin Köhlau aus Wiehe, für die Bottendorfer Bergwerksangelegenheiten und übertrug die Verwaltung des Bottendorfer Berggerichts. Gleichzeitig wurde das Bergamt in Eisleben angewiesen, die bergamtlichen Akten, Bücher etc. dem Bergrichter Köhlau zu übergeben, die im Juli 1840 vollzogen wurde.

Belege über die Herkunft der wenigen Archivalien aus dem Gräflich Einsiedelchen Bergamtsarchiv zu Bottendorf konnten nicht ermittelt werden. Vermutlich verblieben jene Akten beim Bergamt zu Eisleben und gelangten über das Oberbergamt Halle in das Archiv des heutigen Landesarchivs Sachsen-Anhalt.

Die Retrokonversion erfolgte im Jahr 2010 und die Erstellung der Registraturbildner- und Bestandsinformation im August 2015.
 

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verwandte Verzeichnungseinheiten:siehe auch:
F 6 Sangerhäuser Gewerkschaft (Hüttenarchiv), 1532-1889 (Bestand)

siehe auch:
F 7 Gewerkschaftliches Bergamt Sangerhausen, 1690-1845 (Bestand)

siehe auch:
F 8 Mansfeldisches Bergamt zu Eisleben, 1589-1873 (Bestand)

siehe auch:
F 16 Oberbergamt Halle. Spezialia: Mansfeldisches Bergamt Eisleben, 1457-1934 (Bestand)

siehe auch:
F 42a Berghypothekenkommission des Oberbergamtes Halle, 1793-1924 (Bestand)

siehe auch:
A 35, 02.02.40. Bottendorf, 1732-1841 (Gliederungsgruppe)

siehe auch (GR):
F 9 Bergvogtei in Thüringen zu Eisleben bzw. Sangerhausen, 1610-1863 (Bestand)

siehe auch (GR):
F 17 Oberbergamt Halle. Spezialia: Bergvogtei Thüringen, Oberzehntamt Sangerhausen und Oberzehntamt Stolberg, 1392-1838 (Bestand)
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:http://recherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de/Query/detail.aspx?ID=5637
 
 
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