H 265 Gutsarchiv Zscheiplitz, 1284-1937 (Bestand)[Location: Wernigerode]

Archive plan context


Information on identification

Ref. code:H 265
Benutzungsort:Wernigerode

Form-/Inhaltsangaben

Title:Gutsarchiv Zscheiplitz
Dimensions W x H (cm):(1284) 1604 - 1937
Running meters:5.50
Finding aids:Findbuch von 1994 (online recherchierbar)
Registraturbildner:Zscheiplitz gehört zur Stadt Freyburg (Unstrut), Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt.

Um 1041 verlegten die Pfalzgrafen von Sachsen aus dem Hause Goseck ihren Sitz auf die Weißenburg oberhalb von Zscheiplitz. Mit ihrem Aussterben wurde der Komplex 1089 in ein Benediktinerinnenkloster umgewandelt, das 1538 säkularisiert wurde und 1544 als Kammergut erscheint. Als Teil des wettinischen Amtes Freyburg gehörte Zscheiplitz zum albertinischen Landesteil, wurde 1547 kursächsisch und war 1657–1746 dem Herzogtum Sachsen-Weißenfels zugeordnet. 1815 fiel es an Preußen und gehörte dort 1816–1945 zur Provinz Sachsen.

Das 1544/48 in der Verwaltung Herzog Augusts von Sachsen belegte Kammergut erscheint 1590 als Vorwerk des Amtes Freyburg und 1606 bis 1630 als Klostergut im Besitz des Kammerrats Christoph Felgenhauer. Als weitere Besitzer werden 1661 Anna Emerentia von Rickard geb. Ficker, 1692 Dorothea Elisabeth von Debitz, geb. von Lützau, 1712 und noch 1733 Johann Ascan von Rheden, 1744/62 Christian Gotthelf Berger und 1766–1783 der Thüringische Kreishauptmann Adam Friedrich Senfft von Pilsach genannt. Von dessen Erben erwarben um 1798 die von Tettenborn das Rittergut und besaßen es noch 1857, bevor es vor 1872 durch Heirat an die Familie von Biela kam, die es bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 innehatte.

Zum 1812 als neuschriftsässig bezeichneten Rittergut gehörten 1827 die Patrimonialgerichtsbarkeit über Zscheiplitz und Müncheroda und endgültig seit 1773 das Patronat über die für beide Dörfer zuständige Kirche von Zscheiplitz, einer Filiale der Pfarrei Freyburg.
Zusatzinformationen:Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
 

URL for this unit of description

URL: http://recherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de/Query/detail.aspx?ID=4842
 
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