I 530 VEB Kombinat Elbit, Gummiwerke Wittenberg, 1905-1991 (Bestand)[Location: Merseburg]

Archive plan context


Identifikation

Signatur:I 530
Benutzungsort:Merseburg

Form-/Inhaltsangaben

Titel:VEB Kombinat Elbit, Gummiwerke Wittenberg
Laufzeit/Datum (detailliert):1905 - 1991
Weitere Hilfsmittel (PDF):siehe unten unter »Dateien« Zwangsarbeiterinventar
Laufmeter:24.80
Findhilfsmittel:Ablieferungsverzeichnis
Registraturbildner:Vorläufer der Gummiwerke Elbe in Wittenberg/Piesteritz war die Firma Gulden und Co., die im Jahr 1894 gegründet wurde und Salpeter- und Schwefelsäure für die nahegelegene Sprengstofffabrik in Coswig (Anhalt) produzierte. Ab 1898 begann die Firma im Auftrag einer Leipziger Finanzgruppe mit der Herstellung des Gummiersatzstoffes Oxylin (Oxilin), weshalb im selben Jahr der Firmenname in Oxylin-Werke AG geändert wurde. Im Jahr 1902 begann die eigentliche Gummiproduktion unter dem Namen Gummiwerke „Elbe“ AG. Hergestellt wurden technische und elektrotechnische Weich- und Hartgummiwaren, gummierte Stoffe, Gummifäden, Absätze und Sohlen, Spielbälle, Einkochringe, Para- und Isolierband, Zahnkautschuk, Rasiermesserschalen und Fußbodenbeläge. Der Sitz der Oxylin-Werke AG bzw. Gummiwerke „Elbe“ AG war zunächst in Leipzig, wurde jedoch im Jahr 1900 nach Piesteritz und im Jahr 1912 nach Hamburg verlegt. Im Jahr 1913 erfolgte die Rückverlegung des Sitzes nach Piesteritz. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gummiwerke „Elbe“ AG dem Konzern Felten und Guilleaume, Cralswerke AG Köln-Mühlheim angeschlossen. Der Gewinn stieg stark an, da für den Krieg produziert wurde.
Nach Kriegsende wurden 80% der Maschinen und Aggregate demontiert, das ausländische Kapital unter Kontrolle der sowjetischen Militäradministration des Landes Sachsen-Anhalt gestellt und der Betrieb von der sowjetischen Kommission unter Leitung der Ingenieurin Fedotowa geleitet. 1946 übernahm der Kommunist Theofil Rybarczyk, ehemaliges Mitglied des Elbebetriebsrates und späterer Stadtrat von Wittenberg, die Betriebsleitung. Am 2. August 1950 wurde der VEB Gummiwerke Elbe volkseigen und war seit 1970 als VEB Gummi-Kombinat Elbit der VVB Plast- und Elastverarbeitung in Berlin/Weißensee unterstellt. Zum VEB Gummi-Kombinat Elbit in Wittenberg/Piesteritz gehörten die nachgeordneten Betriebe in Ortrand, Frankfurt/Oder, Erfurt, Leipzig und Zeulenroda.
Der Betrieb wurde im Jahr 1992 privatisiert.
Bestandsinformationen:Im November 1995 wurden dem damaligen Landesarchiv Merseburg von der Gummiwerk Elbe GmbH i. L. Archivgut des VEB Kombinat Elbit, Gummiwerk Elbe, Wittenberg übergeben. Dabei handelt es sich auch um Schriftgut aus der Zeit vor 1945. Die Unterlagen werden in Magdeburg in der Tessenowhalle aufbewahrt, es existiert ein Ablieferungsverzeichnis.
Im Februar und Juli 2020 wurden dem Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Merseburg, von der Rhenus Archiv Services GmbH Archivgut der Gummiwerk Elbe GmbH übergeben. Es handelt sich dabei um Schriftgut aus der Zeit 1920 bis 1997. Die Unterlagen werden in Merseburg aufbewahrt, es existieren zwei Ablieferungsverzeichnisse.
 

Files

Files:
  • LHASA_Zwangsarbeiterinventar_MER.pdf
 

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URL:https://recherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de/Query/detail.aspx?ID=321396
 
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